Über das Schreiben

Mein Werdegang

Schon als Achtjährige habe ich lustige Gespenstergeschichten für meine kleinen Geschwister geschrieben. Die Hauptrolle darin spielte ein freches Gespenst namens Polter. Eigentlich habe ich das nur gemacht, weil ich unbedingt die neue Schreibmaschine meiner Mutter benutzen wollte und mir verboten worden war, sinnlos darauf herumzutippen. Meine kleinen Geschwister waren damals begeistert, dass jemand extra für sie etwas erdichtet hatte, und bettelten um mehr.

Danach habe ich viele Jahre lang nur Tagebuch und natürlich jede Menge Briefe geschrieben - an meine beste Freundin, an meine Brieffreundinnen … Auch als das Briefzeitalter langsam auslief, habe ich nicht damit aufgehört. Einer meiner besten Freunde ist ein langjähriger Brief- bzw. E-Mail-Freund.

Und weil ich schon immer gern gelesen und geschrieben habe, habe ich nach dem Abitur Literatur- und Medienwissenschaft studiert und danach als Werbetexterin gearbeitet.

Meinen ersten Roman habe ich erst mit über dreißig geschrieben.

Und zwar für meinen Neffen Julius, der sich damals brennend für Dinosaurier und Piraten interessiert hat und der am liebsten lustige Geschichten hören wollte. In "Julius und der verrückte Zauberstift" erleben Julius und seine Tante allerlei Zauberquatsch - Julius war damals begeistert. Und mein Freund Jacek war ebenfalls begeistert, so sehr, dass er Lust hatte, Illustrationen zu meiner Geschichte zu zeichnen. Aus dieser Zusammenarbeit ist mein erster KDP-Roman (Kindle Direct Publishing) entstanden. Und auf einmal war ich Selfpublisherin.

Es folgten "Julius und die magische Landkarte" sowie das Jugendbuch "Das Geheimnis der Quelle" und der Liebesroman "Büro mit Meerblick", der inzwischen unter dem Titel "Mandelblütenträume" neu aufgelegt worden ist.

Da ich allerdings wenig Talent dafür habe, mich selbst zu vermarkten, habe ich meine Selfpublishing-Aktivitäten vorerst eingestellt.

Im Moment hoffe ich, dass ich für "Das Geheimnis der Quelle", meinen Lieblingsroman aus dieser Phase, einen Verlag finde, damit die Geschichte irgendwann mal von wirklich vielen Leserinnen und Lesern gelesen wird (sie ist es wert, ehrlich!).

Zwischen zwei Romanen habe ich übrigens immer mal ein Laientheaterstück geschrieben. Meine Theaterstücke werden von zwei Theaterverlagen angeboten und ab und zu von Theatergruppen in ganz Deutschland gespielt, was mich jedes Mal wahnsinnig freut! Aber mein Theaterstück-Pseudonym verrate ich nicht. Ich möchte weiterhin ab und zu mal ganz entspannt etwas schreiben - auch totalen Quatsch - ohne dass jemand das Geschriebene bewertet.

2016 habe ich dann Anna Mechler angeschrieben und in ihr eine engagierte Agentin gefunden, die sich seitdem für mich und meine Manuskripte einsetzt.

Inzwischen arbeite ich mit drei Verlagen zusammen und finde das ungeheuer spannend, weil ich merke, dass Verlage mindestens so unterschiedlich ticken wie Autoren und Autorinnen.

Aktuell schreibe ich übrigens an einer Geschichte, in der ein Laienchor im Mittelpunkt der Handlung steht. Der Arbeitstitel lautet "Im Alt singt jemand falsch". Es geht um eine leicht chaotische Laienchorsängerin, einen unterkühlten Chorleiter und einen höchst charismatischen Tenor. Mehr verrate ich vorerst nicht, aber vielleicht seid ihr ja schon neugierig geworden.