Mehr über „Mandelblütenträume“

Mandelblütenträume ist entstanden, weil ich Lust hatte, einen rundum romantischen Wohlfühl-Liebesroman zu schreiben. Es gibt eine sympathische Heldin und natürlich einen absoluten Traummann. Zu allem Überfluss verlieben die beiden sich vor einer wunderschönen Mittelmeerkulisse ineinander. Ab und zu braucht frau einfach so einen Roman, finde ich. Damit es nicht langweilig wird, sorgen diverse Irrungen und Wirrungen für Spaß und Abwechslung.

Hier ein Ausschnitt aus einem Interview zu „Mandelblütenträume“, das die Lektorin Susann Harring für dotbooks mit mir führte.

Susann Harring: Liebe Frau Spieker, in Ihrem Roman „Mandelblütenträume“ geht es um eine Frau, die von vorn anfangen muss und dabei auch sich selbst neu kennenlernt. Schreiben Sie da aus eigener Erfahrung?

Karin Spieker: Nein, gar nicht – ein Glück! Mein Leben läuft seit vielen Jahren in geordneten Bahnen und ich bin mit dem besten Mann der Welt verheiratet. Aber es sind ja nicht nur die großen Momente im Leben, die uns helfen, Neues zu entdecken, manchmal sind es auch die kleinen: Man lässt sich in seinem Leben immer wieder auf neue Menschen, Hobbys und Situationen ein und entdeckt dabei neue Facetten an sich selbst. Das ist mir in den letzten Jahren sehr häufig passiert und mit Sicherheit sind manche dieser Erfahrungen in meinen Roman eingeflossen.

Die Geschichte rund um Vicky ist gleichermaßen witzig wie romantisch und nimmt den Leser sofort gefangen. Was fällt Ihnen leichter zu schreiben – die großen Gefühle oder die heiteren Situationen?

Ganz klar: die heiteren Situationen. Wenn ich in dieser Hinsicht eine Idee habe, schreibt sich die Szene wie von selbst, besonders die Dialoge. Oft erwische ich mich dabei, wie ich breit grinse, wenn ich meinen Figuren amüsante Bemerkungen in den Mund lege.

Die großen Gefühle sind da schon ein anderes Kaliber. Ich habe den Anspruch, neu und frisch zu schreiben. Aber seit Jahrhunderten handeln unzählige Romane von der Liebe, und ich möchte meine Leserinnen nicht langweilen, indem ich nur wiederhole, was sie schon tausendmal gelesen haben. Hinzu kommt, dass die großen Liebesszenen in einem romantischen Roman einen hohen Stellenwert haben. Deshalb denke ich da sehr sorgsam über jedes Wort nach.

Vicky ist eine sympathische junge Frau, sanft und doch taff. Was mögen Sie an ihr besonders?

Ihren Humor! Vicky kann fast jeder Situation eine heitere Komponente abgewinnen. Selbst wenn sie sich einen ausgiebigen Heulkrampf gönnt, amüsiert sich ein Teil von ihr darüber. Davon abgesehen mag ich, dass sie so geerdet und überhaupt nicht neurotisch ist. Sie steht mit beiden Beinen fest auf dem Boden und kann auch mal über sich selbst lachen.

Und wie steht es mit den andern Figuren? Haben Sie einen Favoriten?

Florian natürlich! Als ich diese Figur und ihren Charakter plante, habe ich alle Eigenschaften, die frau sich an einem Mann wünscht, zusammengebracht: intelligent und erfolgreich. Humorvoll und gutaussehend. Reich und von allen begehrt. Und natürlich trotzdem kinderlieb, romantisch, tiefsinnig und treu. Florian ist ein Mann, wie Frauen ihn sich stricken würden, wenn sie könnten. Ich bin mir sicher, dass er Vicky sogar regelmäßig die Füße massiert. Trotzdem war es mir wichtig, dass Florian authentisch ist. Deswegen brauchte er natürlich ein paar Schwächen: Er reagiert manchmal sehr unwirsch, gerade wenn er gestresst ist, und öffnet sich nicht jedem. Deshalb wirkt er auf Menschen, die ihn nicht kennen, erstmal arrogant.